Kurzinfo

Informationen über meine Kamera- und Filmarbeit in den Jahren 1958 bis 1973

Filmografie

Auszug:

1959 : Tägliche Zusammenarbeit mit seinem Kamerachef Georg Paul Pahl (Sen.) bis zum Tag des Mauerbaus.

1959 : Nikita Chruschtschow besucht Leipzig (Kameramann: Georg Pahl Sen., Assistent: Herbert Ernst)

1959 : Bericht aus Leningrad (Kameramann: Georg Pahl Sen., Assistent: Herbert Ernst)

1960 : Marlene Dietrich besucht Berlin (West) (Kameramann: Georg Pahl Sen., Assistent: Herbert Ernst)

1961: 13. August ::: Aufnahmen von den Abriegelung der Sektorengrenze

1961: 17. August ::: Flucht der Fam. Mathern aus Ostberlin

1962 : Eine Mauer klagt an (Dokumentarfilm)

1962 : Licht an der Mauer - Weihnachten im zweigeteilten Berlin (Dokumentarfilm)

1962 : Freiheit kennt keine Mauer - Der 1. Mai in Ost- und Westberlin (Dokumentarfilm)

1962 : Bilanz (Dokumentarfilm)

1962 : Der schwarze Kanal - Propaganda & Ideology (Dokumentarfilm)

1962: 17. August ::: Abtransport des sterbenden Peter Fechter

... weitere Kilometer 16mm und 35mm Filmmaterial zur Berliner Mauer

1967 : Ruhe Ruhe Ruhe

1967 : 3500m Boulevaard

1968 : Die Klamotte - Ein Autodrama in 6 Gängen

1968 : Der Trauzeuge

1968 : Der 5. Cross

1972 : Beendigung der Tätigkeit als Kameramann

Biografische Notizen

Herbert Ernst (geboren *2. Mai 1939 in Berlin) ist ein deutscher Kameramann, Regisseur, Museumsgründer und Antiquitätenhändler.

Am 17. August 1962 drehte er als einziger Kameramann die weltberühmte Sequenz vom Abtransport des sterbenden Peter Fechter.
1970 gründete er den ersten Berliner Flohmarkt. Wenig später eröffnete er das Restaurant Nolle im stillgelegten U-Bhf. Nollendorfplatz.
Nach der Wende übernahm er zusammen mit seinem Geschäftspartner von der Deutschen Bahn die S-Bahnbögen entlang der Georgenstraße und baute diese in eine Kunst- und Antik-Meile um.

Leben: Herkunft und Ausbildung


Herbert Ernst ist der Sohn des Antiquitäten- und Kunsthändlers Herrmann Ernst. Die Mutter stammte aus Kamenz bei Breslau und zog nach der Hochzeit zu ihrem Mann nach Berlin. Die Mutter führte den Haushalt und ermöglichte ihrem Sohn eine sichere und liebevolle Kindheit und Jugend.
Der Heranwachsende liebte Filme und ging gerne ins Kino. Die Filme von Hitchcock, Jacques Tati und Vittorio De Sica beeindruckten ihn dermaßen, dass der Jugendliche beschloss, auch gegen den Willen seines Stiefvaters, Kameramann zu werden.
Nach einem Praktikum bei einem Fotografen gelang es ihm, bei der Staatlich höheren Fachschule für Fotografie und Optik als Schüler angenommen zu werden. Stellen für Kameramänner waren selten, so dass er nach Abschluss der Fachschule eine Stelle als Filmkopierer bei der Afifa annahm, mit der Hoffnung, diese Position als Sprungbrett benutzen zu können.
Nach einem Jahr konnte er aufgrund einer Empfehlung bei der Neuen Deutschen Wochenschau eine Anstellung als Kameraassistent ergattern. Aber der Weg zum Kameramann war immer noch weit, denn erst einmal durfte er bei Georg Paul Pahl nur Assistent sein. Unter dessen Regiment lernte er Disziplin und Arbeitsmethodik, dazu gehörte auch das korrekte Waschen des Dienstfahrzeugs, das absolut lotrechte Aufstellen des Stativs, die kompromisslose Sauberkeit der optischen Geräte und eine unschätzbare Menge an journalistischer Raffinesse.
Der 13. August 1961 ist der erste Tag, an dem Herbert Ernst als eigenständig drehender Kameramann arbeitete. Von da an berichtete er täglich von den Geschehnissen an der Sektorengrenze, die von sowjetzonalen Brigaden zu einer befestigten Sperranalge ausgebaut wurde.
Nur wenige Wochen später kündigte er und wurde eigenständig arbeitender Journalist. Seine Beiträge bot er u.a. der German Television New (GTN), den European Television Services (E-TE-S) und anderen Agenturen an.
Bis 1972 entstanden ca. 2000 Reportagen und mehrere Dokumenar- und Spielfilme.
Herbert Ernst ist mit Renate Ernst verheiratet. Aus der Ehe sind seine Söhne Robert und Alexander hervorgegangen, die heute ein bedeutendes Auktionshaus in Berlin führen.
Zu seinen frühesten Freunden zählt Ernst die Kameramänner Reimar Fiedler, Georg Pahl, Hans-Georg Ullrich, Peter Moor und Dieter Hoffmann.

Literatur

Herbert Ernst: Ein Leben in Berlin, Autobiografie, PrivatEdition, 2015
Niemand hat die Absicht – Screenshot-Fotografie aus der Kameraarbeit von Herbert Ernst, gedreht in den Jahren 1961 und 1962 im geteilten Berlin. Eine Dokumentation von Ralf Gründer, 452 Seiten, 450 Fotos, 3 Karikaturen, 14 Dokumente, Erscheinungsjahr: 2016
ISBN 978-3-8305-3673-4

Weblinks

Herbert Ernst auf ::: berliner-mauer.tv

Herbert Ernst auf ::: DDT

Herbert Ernst ::: Zoom auf die Vergangenheit ::: Ann-Kathrin-Hipp (Tagesspiegel)
Niemand hat die Absicht ... Screenshot-Fotografie aus der Kameraarbeit von Herbert Ernst ... (BWV)
Niemand hat die Absicht ... Screenshot-Fotografie aus der Kameraarbeit von Herbert Ernst ... (BM.tv)