Ruhe Ruhe Ruhe (1967)

Spielfilm mit dem Karikaturisten Aribert Neßlinger

S/W-Film, 35 mm, Dauer: 10 min. 33 sec.

Kameramann, Regie & Produzent: Herbert Ernst
Co-Produzent: Fritz Illing
Hauptdarsteller: Aribert Neßlinger (Hauptberuflich Karikaturist für "Der Abend")
Nebendarsteller: Brigitte Adler, Udo Bergemann, Heinz Holl, Dieter Krause, Olaf Märtins, Christian Wiesenack und weitere 47 Laienschauspieler.
Musikalische Bearbeitung: G. Birner

Synopsis: Nachdem der Kameramann jahrelang mit filmischen Reportagen über die Berliner Mauer berichtet hatte, trat in der Presse sowie in der Bevölkerung eine gewisse Ernüchterung über die brutale Teilung der ehemaligen Hauptstadt Deutschlands ein. Die Berliner Bevölkerung und der Senat etablierten sich mit der Schandmauer. Auch der Kameramann bemerkte diese Tendenz und entschloss sich statt Reportagen über die Folgen des Kalten Krieges in Berlin humorvolle Spielfilme über gesellschaftliche Aspekte der Frontstadt zu drehen, und dabei die Mauer vollständig auszublenden. Das Konzept von der „unsichtbaren Mauer“ war geboren. Auf der Suche nach wohlverdienter RUHE nach einer ereignisreichen Woche macht sich der Protagonist auf, an vermeintlich ruhigen Plätzen in West-Berlin Stille zu finden. Dabei muss der Ruhesuchende immer wieder die Erfahrung machen, dass er weder der Einzige ist, der Stille sucht, noch dass die vermeintlich cityfernen Orte leise sind. Auf der Odyssee durch Berlin (West) sieht die Kamera nirgendwo die Mauer, obwohl sie unsichtbar anwesend ist und die Menschen daran hindert, in die Tiefe des Raumes zu verschwinden, um irgendwo einen Ort zu finden, der tatsächlich einsam und wirklich still ist.

Erstaufführung: Zoopalast, Berlin; als Vorfilm zu "Cat Ballou – Hängen sollst du in Wyoming".